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Grobkornglühen

Grobkornglühen Glühverfahren, das vorzugsweise der Einstellung einer zerspanungstechnisch günstigen Gefügestruktur dient. Grobkörnige Metalle besitzen i.d.R. eine geringere Festigkeit und Zähigkeit als normalkörniges Material und sind dadurch leichter und wirtschaftlicher zu zerspanen. Beim Grobkornglühen werden die…

Grobkornglühen

Glühverfahren, das vorzugsweise der Einstellung einer zerspanungstechnisch günstigen Gefügestruktur dient. Grobkörnige Metalle besitzen i.d.R. eine geringere Festigkeit und Zähigkeit als normalkörniges Material und sind dadurch leichter und wirtschaftlicher zu zerspanen. Beim Grobkornglühen werden die Stähle vollständig austenitisiert. Abhängig von der Stahlsorte liegen die Glühtemperaturen zwischen 950 und 1100°C, etwa 150°C über Ac3 (Eisen-Kohlenstoff-Diagramm). Die Glühtemperatur wird über einige Stunden gehalten, bevor langsam (bei perlitreichen Stahlsorten) bzw. schell auf ca. 650°C mit isothermen Halten in der Perlitstufe (für perlitarme Stahlsorten) abgekühlt wird.

Vgl. Bild 38 unter dem Stichwort Glühen.

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